Myanmar Expedition 2005

Der Fahrer des Caterpilar Raupenfahrzeuges schiebt sich seinen gelben Helm nach hinten und brüllt gegen den Lärm seines Dieselfahrzeuges an: „No Bike, no possible!“ Etwas ungläubig schaue ich ihn an, als würde ich nicht verstehen. Ich weiß, dass man hier im Norden Burmas, oder Myanmar, wie es neuerdings heißt, eine Sondergenehmigung benötigt. Entfernt man sich mehr als 7 bzw. 11 Meilen von dem Ort Putao ist ein Besuch bei der „Autorität“ nötig. Diese erhielten wir auch nach einer kurzen Debatte. Allerdings nur mündlich. Vielleicht ist der Raupenfahrer nebenbei Polizist und verwehrt uns die Weiterfahrt, oder er kann sich einfach nicht vorstellen, dass man hier mit einem Fahrrad weiterkommt. Wir gehen von letzterem aus, antworten mit dem berühmten „no Problem“ und schieben einfach weiter. Die Menschen hier im Dschungel von Burma, haben noch nie etwas von Mountainbikes gehört, geschweige denn, welche gesehen.

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 Ihre chinesischen Fahrräder gewöhnt, können sie sich natürlich nicht vorstellen, was man mit unseren Sportgeräten alles fahren kann. Der Arbeiter erhöht auch sogleich wieder die Drehzahlen seines Ungetümes und krachend gibt ein armdicker Urwaldbaum seinen Schaufelzähnen nach. Momentan wird hier nämlich eine Straße, oder vielmehr nach unseren Maßstäben, ein Forstweg gebaut. Über den Mount Shagon, bei dem man gut tausend Höhenmeter bewältigen muss, runter auf die andere Seite zu ein paar kleineren Dörfern. Letzte Bastionen vor der indischen Grenze. Für diese Bauarbeiten besitzen die Burmesen zwei Raupenfahrzeuge und, na ja etwa 400 Arbeiter. Mit einfachen Schaufeln und Pickeln bewaffnet. Wir denken unwillkürlich an das fußballfeldgroße  Stück Regenwald, welches pro Minute irgendwo auf der Welt der Zivilisation zum Opfer fällt…… mehr unter kontakt

copyright Franz Faltermaier

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